Verfasst von: altkatholiken | November 1, 2009

22. Sonntag nach Pfingsten – Gedächtnis aller Heiligen

Am 1. November 2009 feiert die Kirche den 22. Sonntag nach Pfingsten und das Gedächtnis aller Heiligen.

Bamberger_ApokalypseIntroitus:

Lasset uns frohlocken im Herrn und diesen Festtag zur Ehre aller Heiligen begehen: ob ihrer Festfeier freuen sich die Engel und preisen den Sohn Gottes.

V. Jubelt ihr Gerechten im Herrn; Lob gebührt den Aufrichtigen.

Oratio:

Herr, unser Gott, vermehre in uns deine Gnade und gewähre, dass wir durch heiligen Bekennermut der Freude jener nachfolgen, deren ruhmreiche Festfeier wir heute begehen.

Lectio (Eccl. 31, 8-11):

Lesung aus dem Buch der Weisheit: Selig ist der Mensch, der als tadellos befunden wird, der nicht hinter Gold herläuft und nicht auf Vermögen und Schätze hofft. Wer ist es, und wir werden ihn seligpreisen? Denn er hat Wunderbares vollbracht in seinem Leben. Wer ist darin erprobt und vervollkommnet worden? Es wird ihm zu ewigem Ruhme gereichen. Wer hätte vom Weg abkommen können und ist nicht abgekommen? Wer hätte Schlechtes tun können und hat es nicht getan? Deswegen sind seine Güter befestigt im Herrn, und von seinen Almosen wird die ganze Gemeinde der Heiligen erzählen.

Responsorium:

Fürchtet den Herrn alle seine Heiligen, denn nichts fehlt denen, die ihn fürchten. V. Wer aber suchet den Herrn, dem wird es an nichts mangeln.

Halleluja, Halleluja. V. Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und ich werde euch erquicken. Halleluja.

Evangelium (Joh. 15,18-25):

Folge des heiligen Evangeliums nach Johannes: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat. Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt. Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten. Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat. Wenn ich nicht gekommen wäre und nicht zu ihnen gesprochen hätte, wären sie ohne Sünde; jetzt aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde. Wer mich hasst, hasst auch meinen Vater. Wenn ich bei ihnen nicht die Werke vollbracht hätte, die kein anderer vollbracht hat, wären sie ohne Sünde. Jetzt aber haben sie die Werke gesehen und doch hassen sie mich und meinen Vater. Aber das Wort sollte sich erfüllen, das in ihrem Gesetz steht: Ohne Grund haben sie mich gehasst. Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr sollt Zeugnis ablegen, weil ihr von Anfang an bei mir seid.

Sonntags-Proprium

Introitus:

Ant. Wenn du auf die Gesetzlosigkeiten, o Herr, schauen würdest, Herr, wer würde bestehen? Denn bei dir ist die Versöhnung, Gott Israels.

Ps. 129:

V. Aus den Tiefen habe ich zu dir, o Herr, gerufen:

Höre meine Stimme; neige deine Ohren der Stimme meines Flehens.

Wenn du auf die Gesetzlosigkeiten, o Herr, schauen würdest, Herr, wer würde bestehen?

Denn bei dir ist die Versöhnung, und um deines Gesetzes willen stütze ich mich auf dich, o Herr.

Du hast meine Seele in deinem Wort erhalten; es hoffte meine Seele auf den Herrn.

Von der Morgenwache an bis zur Nacht soll Israel hoffen auf den Herrn,

denn beim Herrn ist Barmherzigkeit und bei ihm Erlösung in Fülle,

und er selbst wird Israel erlösen von allen seinen Gesetzlosigkeiten.

Oratio:

Gott, unsere Zuflucht und Stärke, wende dich den frommen Bitten deiner Kirche zu, du Urheber der Gerechtigkeit, und gib, dass wir das, was wir gläubig erbitten, wirksam erlangen.

Epistola (Phil. 1,6-11):

Brüder: Ich vertraue darauf, dass der, der in euch das gute Werk begonnen hat, es auch vollenden wird bis zum Tage Christi Jesu. Es ist nur recht, dass ich so über euch denke, denn ich habe euch alle ins Herz geschlossen, die ihr alle in meinen Ketten wie auch in der Verteidigung und Bestätigung des Evangeliums Gefährten meiner Freude geworden seid. Gott ist jedenfalls mein Zeuge, wie es mich nach euch allen verlangt im Herzensgrund Jesu Christi. Und darum bete ich, dass eure Liebe mehr und mehr überströme an Kenntnis und in jeglicher Empfindung, damit ihr beurteilen könnt, was das Bessere ist, auf dass ihr aufrichtig und ohne Ärgernis seid am Tage Christi, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit durch Jesum Christum, zur Ehre und zum Lobe Gottes.

Responsorium:

Seht, was ist so schön und angenehm, wie wenn Brüder zusammen wohnen? V. Wie Salböl auf dem Haupte, das auf den Bart herabfliesst, den Bart Aarons.

Halleluja, Halleluja. V. Die den Herrn fürchten, dürfen auf ihn hoffen: er ist ihr Helfer und Beschützer. Halleluja.

Evangelium (Mt 22,15-21):

Folge des heiligen Evangeliums nach Matthäus: Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Dienern Rechenschaft zu verlangen. Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war. Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da fiel der Diener vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen. Der Herr hatte Mitleid mit dem Diener, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld. Als nun der Diener hinausging, traf er einen anderen Diener seines Herrn, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und rief: Bezahl, was du mir schuldig bist! Da fiel der andere vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen. Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe. Als die übrigen Diener das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war. Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Diener! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich so angefleht hast. Hättest nicht auch du mit jenem, der gemeinsam mit dir in meinem Dienst steht, Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Folterknechten, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. Ebenso wird mein himmlischer Vater jeden von euch behandeln, der seinem Bruder nicht von ganzem Herzen vergibt.

Versikel zum Gedächtnis aller in Christo entschlafenen Seelen:

Herr, schenke deinen Dienern und Dienerinnen N, N die ewige Ruhe.

Und das ewige Licht leuchte ihnen.

Lass sie ruhen in Frieden.

Amen.

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