Verfasst von: altkatholiken | November 11, 2009

11. November 2009: St. Martin

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Grablege des hl. Martin

Dem hl. Bischof aus Tours kommt eine überragende Bedeutung in Geschichte, Brauchtum und Volksfrömmigkeit zu. Der aus Pannonien stammende ehemalige Soldat ist zum Sinnbild christlicher Nächstenliebe geworden, indem er in Amiens seinen Mantel mit einem Armen teilte.

Sein Mantel wurde von den Merowingerkönigen in Schlachten als siegverheißende Trophäe mitgeführt. Auch wurde auf ihm geurkundet. Seit dem Ende des 15. Jahrhunderts wurde die Gans zum Attribut des hl. Martin. Er ist der Stadtpatron der Stadt Lucca; einen Hauptort der Martinsfeiern bildet Utrecht, und der an vielen Orten Frankreichs verehrte Heilige ist zugleich Patron von Dom, Stadt und Bistum Mainz.

Der Martinstag bezeichnete als Rechtstermin den Abschluß des alten und den Beginn des neuen Wirtschaftsjahres, an dem das Dienstpersonal seine Herrschaft wechselte, Abmachungen und Verträge erneuert sowie Abgaben entrichtet wurden (Martini als Zinstermin).

Der 11. November ist zugleich Gedächtnistag des hl. Menas, der sich in Ost und West gleichermaßen großer Verehrung erfreut. Von dieser Ikone, die zeigt, wie der Herr seinen Arm um den aus Ägypten stammenden Heiligen legt, ist er auch heute noch vielen Menschen bekannt:

Ikone klein

1. Lesung (Eccl. 10, 10b-14):

Die Weisheit gab ihm Kenntnis vom Heiligen. Sie machte ihn reich bei seiner harten Arbeit und vermehrte den Ertrag seiner Mühen. Sie half ihm gegen die Habsucht seiner Unterdrücker und verschaffte ihm Wohlstand. Sie beschützte ihn vor seinen Feinden und gab ihm Sicherheit vor seinen Verfolgern. In einem harten Kampf verlieh sie ihm den Siegespreis, damit er erkannte, dass Gottesfurcht stärker als alles andere ist. Einen Gerechten, der verkauft worden war, ließ sie nicht im Stich, sondern bewahrte ihn vor der Sünde. Sie stieg mit ihm in den Kerker hinab und verließ ihn während seiner Gefangenschaft nicht, bis sie ihm das königliche Zepter brachte und Gewalt über seine Bedrücker. Sie überführte alle, die ihn beschuldigt hatten, als Lügner und verlieh ihm ewigen Ansehen.

2. Lesung (1 Tim 6,7-14):

Denn wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen. Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen. Wer aber reich werden will, gerät in Versuchungen und Schlingen, er verfällt vielen sinnlosen und schädlichen Begierden, die den Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen. Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet. Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor all dem. Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast. Ich gebiete dir bei Gott, von dem alles Leben kommt, und bei Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis abgelegt hat und als Zeuge dafür eingetreten ist: Erfülle deinen Auftrag rein und ohne Tadel, bis zum Erscheinen Jesu Christi, unseres Herrn.

Evangelium (Lk 12,4-8):

Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, euch aber sonst nichts tun können. Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen. Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten. Verkauft man nicht fünf Spatzen für ein paar Pfennig? Und doch vergisst Gott nicht einen von ihnen. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt. Fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Spatzen. Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.

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