Verfasst von: altkatholiken | November 30, 2009

30. November 2009: Festfeiern zu Ehren des Apostels Andreas

Am heutigen 30. November feiert die Kirche den Geburtstag des hl. Andreas.

Am Vorabend.

Introitus.

Ant. Als der Herr am See von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder, Petrus und Andreas, und er rief ihnen zu: Folget mir nach; ich werde euch zu Menschenfischern machen! Ps. 18, 2: Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und das Werk seiner Hände verkündet das Firmament.

Collecta.

Beschütze uns, barmherziger Gott, und leite uns durch den Beistand des seligen Apostels Andreas, dessen Geburtstagsfest wir vorfeiern.

Epistel.

Eph 1, 3-8: Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus: Er hat uns mit allem Segen seines Geistes gesegnet durch unsere Gemeinschaft mit Christus im Himmel. Denn in ihm hat er uns erwählt vor der Erschaffung der Welt, damit wir heilig und untadelig leben vor Gott; er hat uns aus Liebe im Voraus dazu bestimmt, seine Söhne zu werden durch Jesus Christus und nach seinem gnädigen Willen zu ihm zu gelangen, zum Lob seiner herrlichen Gnade. Er hat sie uns geschenkt in seinem geliebten Sohn; durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade. Durch sie hat er uns mit aller Weisheit und Einsicht reich beschenkt.

Gebet.

Wir bitten dich, allmächtiger Gott: möge der selige Apostel Andreas uns deine Hilfe erflehen, auf dass wir, von allem, was uns zur Last gelegt wird, freigesprochen und von allen Gefahren entrissen werden.

Lesung.

Eccl 31, 8-11: Selig ist der Mensch, der als tadellos befunden wird, der nicht hinter Gold herläuft und nicht auf Vermögen und Schätze hofft. Wer ist es, und wir werden ihn seligpreisen? Denn er hat Wunderbares vollbracht in seinem Leben. Wer ist darin erprobt und vervollkommnet worden? Es wird ihm zu ewigem Ruhme gereichen. Wer hätte vom Weg abkommen können und ist nicht abgekommen? Wer hätte Schlechtes tun können und hat es nicht getan? Deswegen sind seine Güter befestigt im Herrn, und von seinen Almosen wird die ganze Gemeinde der Heiligen erzählen.

Responsorium.

Ps. 138, 17-18: Sehr geehrt sind deine Freunde, o Gott, überaus stark sind ihre Anführer.  V. Ich will sie zählen, und zahlreicher als Sand werden sie sein.

Evangelium.

Joh. 1, 35-51: Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte (Christus). Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels (Petrus). Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen; da traf er Philippus. Und Jesus sagte zu ihm: Folge mir nach! Philippus war aus Betsaida, dem Heimatort des Andreas und Petrus. Philippus traf Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Am Tag.

Introitus.

Ant. Mir aber sind sehr geehrt deine Freunde, o Gott, überaus stark sind ihre Anführer.

Ps. 138: Herr, du hast mich geprüft und mich erkannt; du hast mein Sitzen und mein Aufstehen erkannt.

Du hast meine Gedanken von ferne verstanden; meinen Pfad und mein Seil hast du ausfindig gemacht.

Und  alle meine Wege hast du vorhergesehen, denn noch ist kein Wort auf meiner Zunge.

Siehe, Herr, alles hast du erkannt, das Neueste und das Alte; du hast mich gebildet und deine Hand auf mich gelegt.

Zu wunderbar ist deine Kenntnis für mich beschaffen; so stark wurde sie gemacht, dass ich ihr nicht widerstehen kann.

Wohin soll ich vor deinem Geist gehen? Und wohin könnte ich vor deinem Angesicht fliehen?

Wenn ich in den Himmel hinaufsteige, du bist dort; wenn ich in die Unterwelt hinabsteige, du bist bereits da.

Würde ich Flügel annehmen im Morgengrauen und an den Enden des Meeres Wohnung nehmen,

auch dort würde deine Hand mich leiten, und deine Rechte mich halten.

Und ich sprach: Vielleicht wird Finsternis mich niedertreten und Nacht meine Erleuchtung in meinen Gelüsten sein.

Denn die Finsternis wird für dich nicht finster sein, und die Nacht wird erleuchtet werden wie der Tag; so wie ihre Finsternis, so wird auch ihr Licht sein.

Denn du hast meine Nieren in Besitz genommen, du hast mich im Schoße meiner Mutter angenommen.

Ich preise dich, denn erschreckend großartig wurde ich; wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt dies gar sehr.

Nicht vor dir verborgen war dir mein Gebein, das du im Verborgenen machtest, und meine Wesenheit in den Tiefen der Erde.

Das Unvollendete in mir sahen deine Augen, und in deinem Buch werden alle geschrieben stehen; am Tage werden sie geschaffen werden und niemand wird unter ihnen sein.

Mir aber sind sehr geehrt deine Freunde, o Gott, überaus stark sind ihre Anführer.

Ich will sie zählen, und zahlreicher als Sand werden sie sein.

Collecta.

Gott, du wunderbarer Glanz deiner Heiligen, der du diesen Tag durch das Martyrium des seligen Andreas geweiht hast, schenke deiner Kirche, dass sie sich seiner Geburtstagsfeier immerdar erfreue und bei deinem Erbarmen durch sein Vorbild und seine Verdienste beschützt werde.

Epistel.

Rom 10, 10-18: Wer mit dem Herzen glaubt und mit dem Mund bekennt, wird Gerechtigkeit und Heil erlangen. Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen. Darin gibt es keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen. Alle haben denselben Herrn; aus seinem Reichtum beschenkt er alle, die ihn anrufen. Denn jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. Wie sollen sie nun den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie hören, wenn niemand verkündigt? Wie soll aber jemand verkündigen, wenn er nicht gesandt ist? Darum heißt es in der Schrift: Wie sind die Freudenboten willkommen, die Gutes verkündigen! Doch nicht alle sind dem Evangelium gehorsam geworden. Denn Jesaja sagt: Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt? So gründet der Glaube in der Botschaft, die Botschaft im Wort Christi. Aber, so frage ich, haben sie die Boten etwa nicht gehört? Doch, sie haben sie gehört; denn ihre Stimme war in der ganzen Welt zu hören und ihr Wort bis an die Enden der Erde.

Responsorium.

Ps. 44, 17-18: Du wirst sie einsetzen als Fürsten über die ganze Erde. V. Anstelle deiner Väter sind dir Söhne geboren worden. Darum werden dich preisen die Völker.

Halleluja. Halleluja. Sehr geehrt sind deine Freunde, o Gott. Halleluja.

Evangelium.

Mt 4, 18-22: Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

Gebet über das Volk.

Auf die Fürbitte des seligen Apostels Andreas, Herr, wir bitten dich, möge das Volk deinen Segen empfangen, auf dass es durch seine Verdienste gnädig verherrlicht und für wert erachtet werde, durch immerwährende Gemeinschaft vereinigt, erfreut zu werden.

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