Verfasst von: altkatholiken | Dezember 17, 2009

18.12.2009: Quatember des zehnten Monats am Freitag

Introitus.

Ant (Ps 118, 151-152): Nahe bist du, o Herr, und Wahrheit sind all deine Wege. Von Beginn an erkannte ich aus deinen Zeugnissen: in Ewigkeit bist du.

Ps 118, 1: Selig, die makellos des Weges gehen, die wandeln im Gesetz des Herrn.

Gebet.

Erwecke, so bitten wir, o Herr, deine Macht und komm, damit die, die auf deine Milde vertrauen, um so eher von aller Widerwärtigkeit befreit werden.

Lesung.

Jes 11, 1-5: Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht. Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht. Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht. Er richtet nicht nach dem Augenschein und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er, sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes. Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.

Responsorium.

Ps 84, 8 2: Zeige uns, Herr, dein Erbarmen und dein Heil schenke uns. V. Gesegnet hast du, o Herr, dein Land; du hast die Gefangenschaft Jakobs gewendet.

Evangelium.

Lk 1, 39-47: Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabet. Als Elisabet den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ. Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Predigt unseres hl. Vaters Leo über das Fasten im Dezember.

Geliebteste! Wozu die Bestimmung dieser Tage und frommer Brauch uns mahnen, das predigen wir euch als treu sorgender Hirte: Feiert das Dezemberfasten, um in würdiger Weise ein Opfer der Enthaltsamkeit für die abgeschlossene Ernte aller Früchte Gott, ihrem Spender, darzubringen! Was könnte es wirksameres geben als das Fasten, durch dessen Beobachtung wir uns Gott nähern, dem Teufel widersagen und über alle lockenden Laster die Oberhand gewinnen! Stets holte sich die Tugend ihre Nahrung aus der Kasteiung. Enthaltsamkeit ist die Mutter züchtiger Gedanken, einer vernünftigen Willensrichtung und heilsamerer Ziele. Durch freiwillige Abtötung erstirbt die Lust des Fleisches und gewinnen die Tugenden neues Leben. Aber weil man das Heil seiner Seele nicht allein durch Fasten erreicht, so wollen wir unsere Entsagung auch noch durch Barmherzigkeit den Armen gegenüber ergänzen! Laßt uns auf die Ausübung dieser Tugend verwenden, was wir uns an Genüssen entziehen! Die Enthaltsamkeit des Fastenden werde zu einer Labung für den Bedrängten! Unser Eifer gelte dem Schutze der Witwen, dem Wohle der Waisen, der Tröstung der Betrübten und der Versöhnung der Entzweiten! Aufnahme finde der Fremdling, Hilfe der Unterdrückte, Kleidung der Nackte und liebevolle Pflege der Kranke! Dadurch soll ein jeder von uns, der Gott, dem Spender alles Guten, ein solch frommes Opfer an gerechten Werken dargebracht hat, würdig werden, von ihm auch den Lohn des Himmelreiches zu erlangen. Am Mittwoch und Freitag wollen wir also fasten, am Samstag aber beim heiligen Apostel Petrus unterschiedslos die Vigilien feiern, um durch seine für uns sprechenden Verdienste Erhörung unserer Bitten zu erlangen durch Jesum Christum, unseren Herrn, der mit dem Vater und dem Heiligen Geiste lebt und waltet in Ewigkeit! Amen.

Segensgebet.

Schenke, so bitten wir, allmächtiger Gott, deiner ganzen Familie das Verlangen, dem Kommen Christi, deines Sohnes, mit guten Werken entgegenzugehen, auf dass wir es verdienen, in der Gemeinschaft derer, die zu seiner Rechten sind, das Himmelreich in Besitz zu nehmen.

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