Verfasst von: altkatholiken | Januar 6, 2010

06.01.2010: Erscheinung des Herrn (Epiphanie)

Am Tag.

Introitus.

Ant (Mal 3, 1b-2a): Siehe, er kommt, spricht der Allherrscher, der Herr. In seiner Hand sind das Königtum, die Macht und die Herrschaft.

Ps. 71, 1: O Gott, gib dem König deine Gerichtsbarkeit und deine Gerechtigkeit dem Königssohn.

Gebet.

Gott, der du am heutigen Tage den Heiden deinen Einziggeborenen durch den Stern, der sie führte, geoffenbart hast: verleihe gnädig, dass wir, die wir deiner bereits aus dem Glauben heraus gedenken, zur Betrachtung der Erscheinung deiner Erhabenheit geführt werden.

Prophetie:

Jes 60, 1-6: Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs. Erhebe ringsum deine Augen und sieh! Sie alle versammeln sich, kommen zu dir: Deine Söhne kommen von fern her, und deine Töchter werden auf den Armen herbeigetragen. Dann wirst du es sehen und vor Freude strahlen, und dein Herz wird beben und weit werden; denn die Fülle des Meeres wird sich zu dir wenden, der Reichtum der Nationen zu dir kommen. Eine Menge Kamele wird dich bedecken, junge Kamele von Midian und Efa. Sie alle werden aus Saba kommen. Gold und Weihrauch bringen sie, und sie werden das Lob des HERRN fröhlich verkündigen.

Responsorium.

Jes 60, 6 1: Sie alle werden von Saba kommen und Gold und Weihrauch bringen und das Lob des Herrn verkündigen. V. Steh auf und leuchte, Jerusalem, denn die Herrlichkeit des Herrn ist über dir aufgegangen.

Epistel.

Röm 3, 19-26: Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, sagt es denen, die unter dem Gesetz leben, damit jeder Mund verstummt und die ganze Welt vor Gott schuldig wird. Denn durch Werke des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; durch das Gesetz kommt es vielmehr zur Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten: die Gerechtigkeit Gottes aus dem Glauben an Jesus Christus, offenbart für alle, die glauben. Denn es gibt keinen Unterschied: Alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren. Ohne es verdient zu haben, werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus. Ihn hat Gott dazu bestimmt, Sühne zu leisten mit seinem Blut, Sühne, wirksam durch Glauben. So erweist Gott seine Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden, die früher, in der Zeit seiner Geduld, begangen wurden; er erweist seine Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen, dass er gerecht ist und den gerecht macht, der an Jesus glaubt.

Halleluja. Halleluja. V. Wir haben seinen Stern gesehen im Orient und sind gekommen mit Geschenken, um anzubeten den Herrn. Halleluja.

Evangelium.

Mt 2, 1-12: Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa , in den Tagen des Königs Herodes , siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, die sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten! Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm. Und er rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und erfragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Sie aber sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten: »Und du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Judas; denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden soll«. Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen war; und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Kind. Und wenn ihr es gefunden habt, so laßt es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete! Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stillstand, wo das Kind war. Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut; und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und da sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg zurück in ihr Land.

Zur Vesper.

Evangelium.

Mt 3, 13-17: Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um sich von ihm taufen zu lassen. Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt so geschehen; denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen! Da gab er ihm nach. Und als Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser; und siehe, da öffnete sich ihm der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabsteigen und auf ihn kommen. Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, die sprach: Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!

Zum Magnificat.

Ant. Heute hat der Stern die Magier zur Krippe geführt; an diesem Tage ist Christus von Johannes getauft worden; an diesem Tage ist bei der Hochzeit von Kana Wein aus Wasser gemacht worden.

Gebet.

Allmächtiger, ewiger Gott, der du in der Taufe am Jordan unseren Herrn Jesum Christum als deinen geliebten Sohn geoffenbart hast, indem der Heilige Geist in Gestalt einer Taube auf ihn herabkam, lass auch uns mit Johannes den Glauben an den bezeugen, der von dir stammt: Jesus Christus, der mit dir lebt und waltet in der Einheit des Heiligen Geistes als Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

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