Wegweiser

Bf. Theodor Weber, hat sterbend gesagt:
Wir sind eine katholische Kirche. Das ist unsere Ehre vor Gott und den Menschen.

Bf. Johannes Josef Demmel hat geschrieben:
Die alt-katholische Kirche ist nicht eine beliebige, sondern eine katholische Kirche.

Prof. Joh. Friedrich hat geschrieben:
Wenn wir uns alt-katholische Kirche nennen, so sagen wir demnach: wir sind die nämlichen Katholiken, wie man sie bis 1870 gekannt hat. Wir haben werder eine katholische Lehre aufgegeben, noch haben wir zur katholischen Lehre etwas hinzugefügt oder erneuert.

Bf. Eduard Herzog hat geschrieben:
Es gibt keine religiöse Wahrheit, die Christus verkündet und die katholische Kirche von Anfang an gelehrt hat, die wir verloren hätten oder nicht mehr offen bekennen dürfen.

Ebf. Franciscus Kenninck von Utrecht hat geschrieben:
Vielmehr sollen wir der Welt vor Augen stellen, dass die Alt-Katholiken die treuesten Jünger Christi sein wollen in Lehre und im Leben.

Ebf. Andreas Rinkel von Utrecht hat geschrieben:
Der Glaube kann keine Kniebeugung machen vor den Zeitströmungen, wirtschaftlichen Losungen und temporären Erscheinungen. Der Glaube ist immer an seinen Offenbarungsinhalt gebunden. Es ist der Glaube, der einstmals den Heiligen überliefert worden ist.

Eduard Herzog hat geschrieben:
Hüten wir uns ängstlich davor, irgend etwas preiszugeben, was die eine, heilige, katholische, apostolische und allgemeine Kirche in Sachen des Glaubens, der Sitte, der kirchlichen und gottesdienstlichen Ordnung als unantastbares Heiligtum betrachtet.

Eduard Herzog hat geschrieben:
Wir haben uns nicht von Rom getrennt, damit wir eine neue christliche Sekte in der Welt seien, sondern weil wir eine Einheit der Wahrheit anstreben.

J. J. Demmel hat geschrieben:
Die alt-katholische Kirche ist von der Wahrheit der alten ungeteilten Kirche nicht abgewichen, sie hat nichts an sich, was nicht allgemein christlich und katholisch wäre.

Prof. Ignaz von Döllinger, Brief an Pfr. Widmann über die Sendung der altkatholischen Gemeinschaft hat geschrieben:

a) Zeugnis zu geben für die altkirchliche Wahrheit […] (noch vor den beiden anderen Punkten „Reinigung vom Irrwahn und Superstition“ und „Werkzeug einer künftigen, großen Wiedervereinigung zu sein“)

J. J. Demmel hat geschrieben:
Wir glauben auch, daß uns ein größerer Zustrom von lauen und unkirchlichen Katholiken mehr schaden als nützen würde.

Ebf. Germanos, Vertr. des ökumenischen Patriarchen, auf dem Atlkatholikenkongreß in Wien 1931 hat geschrieben:
Es ist ja bekannt, welches Interesse die orthodoxe Kirche für die Frage des Alt-Katholizismus hat […] Gott gebe es, daß wir uns bald vereinigen, damit ein Hirt und eine Herde sei.

Prof. Dr. Zankow, Sofia, hat auf einem Vortrag in Bern 1925 gesagt:
Nach diesem leidensvollen Jahrtausend leuchteten auf im Schoße des westlichen Christentums die Strahlen des alten Katholizismus! Das sind Geschehnisse von grösster historischer Bedeutung. So wie sich die Orthodoxie sich auch an dem Altkatholizismus im Westen bewahrheitet, so bewahrheitet sich auch der Altkatholizismus an der Orthodoxie im Osten. […] Ich glaube innig und fest an die Zukunft der Orthodoxie, weil ich auch an den Altkatholizismus im Westen glaube. Ich glaube endlich auch so fest und innig an die Vereinigung der beiden Kirchen.

Prof. Dr. Fr. Wilh. Nippold hat geschrieben:
Sein [des Altkatholizismus] recht eigentliches Charisma besteht darin, daß er durch und durch katholisch ist: katholisch in dem alten, kirchlichen Sinne des Wortes, wie Irenäus und Cyprian ihn geprägt haben.
Alle seine Führer gehörten ausnahmslos zu den strenggläubigen Katholiken, sind aus ungemischt katholischer Bevölkerung hervorgegangen.
An eine Nachahmung der protestantischen Kirchenreformen haben sie niemals gedacht.
In dem Martyrium des Altkatholizismus, durch welches sowohl die persönliche Überzeugung gestählt, wie die religiöse Gemeinschaft befestigt wird, ist darum der gleiche Segen inbegriffen für den katholischen wie für den evangelischen Teil unseres Volkes.

Eduard Herzog hat geschrieben:
Unsere Stärke liegt vorläufig einzig und allein in der Sache selbst, die wir vertreten. Ist sie gut, so darf der größere oder geringere Erfolg nicht in Betracht kommen.

Theodor Weber hat auf der Synode 1905 gesagt:
Das Losungswort der alt-katholischen Kirche ist und kann nur sein: das Evangelium Christi. Dieses will sie in seiner vollen Reinheit und seinem ganzen Umfange nach, wenn möglich allen Menschen unaustilgbar in Geist und Herz einsenken, damit alle gelangen zur ‚Erkenntnis des einzig wahren Gottes und dessen, den er gesandt hat‘, und damit sie in dieser Erkenntnis das ewige Leben haben.

Dr. E. Zirngibl, München hat geschrieben:
Viele schlossen sich der Bewegung an, die gegen jedes Kirchentum protestieren wollten. Sie sind alle ausgeschieden, und heute sind wir wenige aber geläutert, denn wir sind eine Kirche, die nach dem Ideal der Reinheit und Wahrheit strebt, und darum werden wir im Zeitalter des Nützlichkeitsgedankens auch noch wenige vorerst bleiben.

Prof. Dr. Ernst Gaugler hat geschrieben:
Ob es dem Altkatholizismus gelingt, es existentiell zu vertreten, die Frömmigkeit der ersten Jahrhunderte der Kirche wirklich zu erneuern und ihren Glauben zu leben, ist eine Schicksalsfrage.

Pfr. P. F. Pfister hat geschrieben:
Der Heilige Geist läßt es bisweilen zu, daß derer, die Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten, wenige werden. Vielleicht ist das notwendig.

Pfr. Wilh. Rosch hat auf der Synode 1956 gesagt:
Ein Wort aber an die eigenen Gemeinden: Unser Todfeind ist der Indifferentismus.

J. J. Demmel hat geschrieben:
Die Verehrung der Heiligen ist altchristlich. Die Anrufung ist aber nicht heilsnotwendig. […] Wir verwehren niemandem, sich an die Heiligen um Fürbitte zu wenden.

aus: Joh. Jos. Demmel, Was ist alt-katholisch?, 4. Aufl. Bonn 1958.

Pfr. Lic. theol. Kurt Pursch hat geschrieben:
Der Glaubensbestand muß unverändert bleiben und kann weder durch Weglassung noch Hinzufügung noch auch durch Überbetonung einer Sondermeinung entstellt werden.

Alfons Fischer hat geschrieben:
Freilich von lebensentscheidender Bedeutung und von zukunftsbestimmender Wirkung bleibt die Gemeinschaft mit der Orthodoxie. Die kirchliche Gemeinschaft mit ihr würde den bisherigen Weg unserer Kirche bestätigen und sie stärken in ihrer Katholizität.

Patriarch Anthimocs von Konstantinopel hat in seinem Brief an Eugene Michaud vom 15.2. 1896 geschrieben:
Mein Herz ist mit innerer Freude erfüllt durch die von den Alt-Katholiken gezeigte Sehnsucht nach einer fest begründeten Wiedervereinigung auf der sicheren Grundlage der Orthodoxie, […] indem wir gerne sehen, daß ihr auf demselben untrüglichen Kriterium wie wir sicher zu stehen sucht; nämlich auf den erwürdigen Überlieferungen der einen heiligen katholischen und apostolischen Kirche und den heiligen Satzungen der 7 ökumenischen Konzilien mit Verwerfung der ungesetzlichen Neuerungen Roms.

Peter Amiet hat geschrieben:
Die Altkatholiken und Orthodoxen haben sich nicht deshalb zu suchen, weil sie voneinander dies oder jenes erhalten können, sondern einzig und allein aus Treue ihrem gemeinsamen Glauben gegenüber. Wo man eine andere Konfession wegen äußerlicher Ähnlichkeiten vorzieht, verfällt man der Verflachung und sucht bereits nicht mehr die Wahrheit. Daß wir Altkatholiken auch die herrlichen Schätze, die uns die Orthodoxie auf vielen Gebieten geben kann, dankbar annehmen werden, wird eine Dreingabe sein, aber nicht der Grund unseres Strebens nach Vereinigung. All diese Schätze sind, wo sie echt sind, selber der Liebe zur Wahrheit entflossen. Und aus ihr leben wir.

Erzpriester Prof. Dr. Stephan Zankow, Bulgarisch-orth. Kirche, Sofia, hat 1962 geschrieben:
Wir Orthodoxe sollen und dürfen nicht außer Acht lassen, daß der Alt-Katholizismus und der Geist, der ihn erweckte und neu geboren hat, die aufrichtige und unbedingte Rückkehr zum alten Katholizismus der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche will, deren treue Fortsetzung als Apostel und Bekenner die hl. Orthodoxe Kirche ist. Ist es also nicht unsere Pflicht, diese alt-katholische Rückkehr zum alten, katholischen Glauben in der westlichen christlichen Welt mit begeisterter und beständiger Hilfe zu stärken und zu beleben, indem die Eine, Heilige und Katholische Mutterkirche mit liebevoller Umarmung ihre westlichen ‚neuen‘ Kinder, welche flehentlich ihre Arme nach ihr ausstrecken, aufnimmt.
Nicht vergeblich rufen immer mehr orthodoxe Stimmen mit Freude und Zuversicht: „Die Alt-Katholiken – das sind die wahren und apostolischen Vertreter der Orthodoxie im Westen.“

Pfr. Theodor Dietz hat geschrieben:
Wir können nicht die Einheit wollen auf Kosten der Wahrheit: für diese Ordnung müssen wir Zeugenschaft abglegen!
Da ist einmal die sogenannte „Offene Kommunion“, d. h. der Wunsch, bei bestimmten Gelegenheiten, vor allem bei ökumenischen Gottesdiensten, allen Anwesenden, gleich welcher kirchlichen Gemeinschaft sie angehören und gleich, wie ihre glaubensmäßige Stellung zum hl. Abendmahl ist, die hl. Kommunion zu spenden. – Bei den sich in grundlegenden Dingen widersprechenden Auffassungen vom hl. Abendmahl innerhalb des Protestantismus empfinden wir es als unwahrhaftig und untragbar, wenn ein Priester, der an die wirkliche Gegenwart des Herrn im hl. Abendmahl glaubt, einem Christen die hl. Kommunion reicht, dem sie nur ein Symbol, ein Erinnerungszeichen an Christus ist, aber niemals der Leib des Herrn.

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